Die Industriellenvereinigung Steiermark begrüßt den heute präsentierten Entwurf für ein Sachprogramm Wind 2026. Zudem wird die Bedeutung von Energiespeichern betont und angesichts der tiefgreifenden Veränderungen im Energie- und Industriesektor sowie der aktuellen geopolitischen Entwicklungen die Ausweisung von weiteren Flächen eingemahnt.
Die Dekarbonisierung industrieller Prozesse, aber auch der Mobilität führt in den kommenden Jahren zu massiv steigender Nachfrage bei Strom, wodurch sich der gesamte steirische Strombedarf bis 2040 auf rund 20 TWh nahezu verdoppeln wird. Nur wenn Flächen in ausreichendem Umfang gesichert werden, kann der Ausbau rechtzeitig erfolgen und die Energieversorgung mit dem steigenden Bedarf Schritt halten. Eine vorausschauende, übergeordnete Raumplanung ist dabei ebenso wesentlich wie eine massive Beschleunigung der entsprechenden Verfahren. „Die Steiermark nimmt mit Vorrangzonen für Wind und Photovoltaik sowie mit Sonderstandort-Verordnungen bereits eine bundesweite Vorreiterrolle beim geordneten Ausbau erneuerbarer Energien ein, angesichts der steigenden Bedarfe benötigt es aber ambitioniertere Flächenwidmungen“, so IV-Steiermark Präsident Kurt Maier.
Masterplan Grüne Energie als Grundlage Die Ausweisungen entsprechen einer zentralen Forderung aus dem Masterplan Grüne Energie, in dem bereits 2024 auf die erforderliche Ausweitung der Flächen für den Wind hingewiesen wurde. Windkraft ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines stabilen und diversifizierten Energiesystems, weil sie gerade auch im Winter und in den Nachtstunden einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung leisten kann. „Leistbarkeit und Verfügbarkeit sind für die steirische Industrie zentrale Standortfaktoren. Aus Sicht der Industrie sollten Standorte künftig noch systematischer erschlossen werden. Wesentlich ist es, ausreichend Flächen, schnelle Verfahren und gleichzeitig erneuerbare Energie dort ausgebaut werden, wo sie für industrielle Großverbraucher unmittelbar wirksam wird, um Versorgungssicherheit sowie regionale Wertschöpfung zu stärken“, so Maier.
Energiespeicher ist wichtiger nächster Schritt Den Ausblick auf ein mögliches weiteres Sachprogramm für Energiespeicher bewertet die IV-Steiermark ebenfalls positiv und mehr als nur ein energiepolitisches Signal. In Zeiten massiv steigender Energiebedarfe braucht es eine umfassende Ausbauoffensive für alle verfügbaren erneuerbaren Energieformen – von PV über Wind bis hin zu Wasserkraft, Geothermie und Wasserstoff. Die Speicherung ist dabei ein wesentlicher Baustein. Maier hebt in diesem Zusammenhang aber auch die Bedeutung von Gas hervor: „Diesen Energieträger werden wir trotz aktueller Vorhaben als Brückentechnologie nicht ablösen können.“


