Vom JI-Vorsitzenden zum Präsidenten der Industriellenvereinigung Österreich: Bei der Business Lounge sprach Georg Knill mit Julia Aichhorn über sein Rollenverständnis, aktuelle Krisen und die Umsetzung der neuen Industriestrategie.
Begonnen hat alles als Vorsitzender der Jungen Industrie Steiermark. Heute ist Georg Knill Präsident der Industriellenvereinigung Österreich. Bei der jüngsten Business Lounge sprach er mit Vorstandsmitglied Julia Aichhorn über sein Rollenverständnis, die aktuellen Krisen und die Maßnahmen der Industriestrategie.
Georg Knill ist geschäftsführender Gesellschafter der Knill Gruppe, einer international tätigen Industriegruppe mit Schwerpunkt auf Energie-, Kabel- und Infrastrukturtechnologien. 1993 trat er in das Familienunternehmen ein, seit 2002 führt er es gemeinsam mit seinem Bruder. In der Interessenvertretung durchlief er einen Weg, der in der JI Steiermark begann und über die Präsidentschaft der IV-Steiermark (2016–2020) bis an die Spitze der Industriellenvereinigung Österreich führte, die er seit 2020 als Präsident vertritt.
Entscheidend ist die Umsetzung
Im Zentrum des Abends stand die kürzlich vorgestellte Industriestrategie der Bundesregierung, die bis 2035 klare industriepolitische Ziele definiert. Erstmals gibt es damit eine nationale Orientierung, die unter anderem Österreich wieder unter die Top-10 der OECD-Länder bei der Industrieproduktion bringen und eine Re-Industrialisierung anstoßen soll. Knill bezeichnete die Strategie als „solide Basis" . Entscheidend werde jedoch die konsequente Umsetzung sein.
Diskutiert wurden auch die zentralen Handlungsfelder der Strategie: die gezielte Investition in neun Schlüsseltechnologien, die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, die Entwicklung des Fachkräftepotenzials sowie der Spagat zwischen Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit.
Rolle der Steiermark und Blick nach vorne
Als eines der industriell stärksten Bundesländer kommt der Steiermark bei der Umsetzung der Industriestrategie besondere Bedeutung zu. Ebenso Thema war die europäische Dimension: Ob es eine stärkere europäische Industriestrategie braucht, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.
Den Abschluss bildete der Blick nach vorne – auf die Industrie des Jahres 2040, auf jene Fähigkeiten, die junge Führungskräfte künftig brauchen werden, und auf die Frage, was Georg Knill jungen Menschen mitgeben würde, die heute über eine Karriere in der Industrie nachdenken.
Die JI Steiermark bedankt sich bei Georg Knill für seine Zeit und die offenen Einblicke.


