Junge Industrie Steiermark: Verlässliche Kinderbetreuung bei schrittweiser Schulöffnung extrem wichtig

Berufstätige Eltern brauchen Betreuungssicherheit und zumindest mittelfristige Planungsmöglichkeit. Die schrittweise Schulöffnung stellt Eltern, Schulen, Schülerinnen und Schüler vor Herausforderungen. Betreuung im Homeoffice war eine Akutlösung und kann bei Schulöffnung nicht der Ersatz für schulische Betreuungsangebote bleiben.

Die JI-Vorsitzenden Julia Aichhorn und Dominik Santner

Endlich wieder Schule. Zunehmend kommen Jugendliche in die Schulkassen zurück – der geblockte Unterricht, unterschiedliche Tagesrhythmen sowie der Wegfall der regulären Nachmittagsbetreuung, stellt nicht nur die Schulen vor organisatorische Herausforderungen, sondern auch berufstätige Erziehungsberechtigte. Es ist nicht nur die Schule, die wieder hochfährt – auch die Zeiten im Homeoffice werden schrittweise reduziert. Die Unternehmen arbeiten zunehmend daran, die wirtschaftliche Erholung einzuleiten. Das bedeutet einerseits Stabilität in der Beschäftigung, andererseits, dass gesicherte Betreuungsangebote in ausreichender Zahl für Kleinkinder sowie Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen müssen. Die derzeitige Lage zeigt, es entstehen massive Probleme für berufstätige Eltern.

„Eltern mit Kindern, die einen Lerntag zu Hause oder nach vier Stunden Unterricht keine Betreuungsmöglichkeit haben, stecken in einem gewaltigen Dilemma. Sie brauchen verlässliche Unterstützung“, verlangen die beiden Vorsitzenden der Jungen Industrie (JI) Steiermark Dominik Santner und Julia Aichhorn. Verschärft würde das Problem, wenn Kinder einer Familie verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Unterrichtsmodellen besuchen.

Freiwilliges Angebot nutzbar machen
Die Osterferien haben bereits gezeigt, dass die steirischen Lehrerinnen und Lehrer enorm engagiert sind. 3000 Pädagoginnen und Pädagogen haben sich bei der Bildungsdirektion Steiermark gemeldet und freiwillig mitgeholfen, die Ferienzeiten zu Betreuungszeiten zu machen. Dieses Angebot muss nun für die Betreuung der unterrichtsfreien Lerntage und Nachmittage nutzbar werden. „Wir sind den Pädagoginnen und Pädagogen für ihr Verantwortungsbewusstsein und das Unterstützungsangebot sehr dankbar. Gleichzeitig hoffen wir, dass diese Freiwilligkeit nicht von alten Denkweisen und Strukturen im Keim erstickt wird“, so Julia Aichhorn. Dominik Santner ergänzt: „Aktuell leistet jeder seinen Beitrag und viele sind bereit, einen Meter extra zu gehen. Das ist großartig und wir brauchen diesen Zusammenhalt. Die Sorge, die Betreuung schulpflichtiger Kinder und Arbeit unter einen Hut zu bringen, darf Familien nicht vor unlösbare Probleme stellen, schon gar nicht in diesen ohnehin so fordernden Zeiten.“

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