Georg Knill ruft Jahr der Umsetzung aus

Es stimmt mich sehr optimistisch, dass sich viele unserer Ideen in der Agenda Weiß-Grün, dem Regierungsprogramm von ÖVP und SPÖ für die Steiermark, wiederfinden. Allen voran das Bekenntnis, keine neuen Schulden zu machen!

Heute vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle „Wünsche für die Steiermark“ vorgebracht. Aber nicht WIR haben UNS etwas gewünscht. Nein, wir haben der Steiermark etwas gewünscht.
Sie erinnern sich: Liebe Steiermark, wir wünschen dir viel Bildung. Liebe Steiermark, wir wünschen dir viel Arbeit. Liebe Steiermark, wir wünschen dir viel Mut. Und wir, die Industrie, haben unsere Beiträge zur Erfüllung dieser Wünsche auch gleich mitgeliefert: zB. unsere Coding-Workshops an Schulen. Die tausenden in den vergangenen Jahren geschaffenen Arbeitsplätze. Die jährlich 1,7 Milliarden Euro an mutigen F&E-Investitionen.

Im Frühjahr, als es erste Anzeichen für eine vorgezogene Wahl im Land gab, haben wir uns in der Industriellenvereinigung Gedanken gemacht, was braucht es in der nächsten Legislaturperiode für unser Land. Wir haben einen Prozess initiiert, an dem 100 Mitglieder der IV, sowie Vertreter aus der Wissenschaft und der Start-Up-Szene mitgewirkt haben. Es stimmt mich sehr optimistisch, dass sich viele unserer Ideen in der Agenda Weiß-Grün, dem Regierungsprogramm von ÖVP und SPÖ für die Steiermark, wiederfinden.

Allen voran das Bekenntnis, keine neuen Schulden zu machen!

Umgesetzt werden wird es unter anderem durch eine Analyse der Wirkungsorientierung der Ausgaben des Landes – Aus meiner Sicht, der Grundstein einer klugen Kurskorrektur im öffentlichen Haushalt. Zum Ausdruck kommt die Deckung der Vorstellungen der IV und jener der Landesregierung zum Beispiel auch durch das festgehaltene Bekenntnis zu Silicon Austria Labs, zum Silicon Alps Cluster, zum ALPLab und zum AIRlab. Und vor allem zu deren Finanzierung. Sie zeigt sich durch das Schaffen eines Key Account Project Managers in der Landesverwaltung. Er oder sie wird allen Werbern um Großprojekte am Weg zur Genehmigung zur Seite stehen. Sehr positiv ist auch die angekündigte Errichtung einer Standortagentur. Sie sorgt dafür, dass die Steiermark international nicht nur als lebens-und liebenswerter, sondern auch als höchst interessanter Arbeits- und Lebensmittelpunkt wahrgenommen wird. Wir müssen im weltweiten Kampf um die besten Köpfe und Talente unsere einzigartige Kombination aus Lebensqualität und Hochtechnologie noch besser ins Rampenlicht stellen.

Die Landesregierung sieht in diesem Zusammenhang – so wie wir - auch die Notwendigkeit der Errichtung einer oder gar zweier weiterer internationaler Schulen. Wir brauchen diese Schulen, um auch den Familien unserer Top-Forscher und Manager ein entsprechendes Umfeld bieten zu können. Die IV und die Landesregierung wollen ein akkordiertes steirisches Lobbying für die ehest mögliche Modernisierung unserer Schieneninfrastruktur in Richtung Norden einleiten. Wir müssen die Pyhrn-Schober-Achse neu in Angriff nehmen. Dafür muss der steirische Druck in Wien und in Brüssel erhöht werden. An einem Neubau des Bosruck-Schienen-Tunnels führt kein Weg vorbei. Diesen Prozess und die dazu nötigen Verfahren müssen wir 2020 einleiten.

Die Landesregierung hat sich klar dazu bekannt, alle COMET-Zentren, die einen positiven Impact für die Steiermark erzielen, auch langfristig zu finanzieren. Es wäre dramatisch gewesen, hätte dieses extrem wirkungsvolle Programm aus Budgetgründen nicht in dieser Form fortgesetzt werden können. Das ist ein unglaublich wertvolles Asset für Universitäten, die Industrie und somit für die gesamte Steiermark.

Wir sind zugleich stolz und dankbar - und beides können auch alle Steirerinnen und Steirer sein - dass das Regierungsprogramm und unsere „Lösungen für die Steiermark“ einen sehr ähnlichen Weg vorsehen. Einen Weg, der nicht die Interessen politischer Parteien verfolgt, sondern die Interessen aller Menschen in unserer wunderbaren Heimat in den Mittelpunkt stellt.
Das war nicht immer so. Umso wichtiger wird es nun sein, im Jahr 2020 das „Jahr der Umsetzung“ auszurufen.
Es liegt nun an der Landesregierung, rasch und wirksam die Umsetzung dieses Programms voranzutreiben. Wir, die steirische Industrie, stehen ihnen dabei als aktiver Partner zur Seite. Die beiden neuen Regierungsprogramme – jenes auf Landes- wie das auf Bundesebene – können gute Grundlage dafür sein, auch in konjunkturell schwierigem Fahrwasser einen klaren Kurs in Richtung Erhalt und Ausbau unserer Wettbewerbsfähigkeit einzuschlagen. Nun muss im Sinne der Stärkung des Industrie- und Innovationsstandortes auch gehandelt werden. Die Gegenwart und Zukunft der Steiermark ist eng mit der Entwicklung der Industrie verknüpft. Die Steiermark muss daher für einen nationalen und europäischen Rahmen kämpfen, der Produktion nicht be- oder gar verhindert. Kämpfen für einen Rahmen, in dem wir unsere Innovationskraft hier voll entfalten können.

Zum Wohle der Menschen in unserem Land. Und, wenn es um Lösungen im Bereich der Energieeffizienz oder neuer Technologien geht, auch zum Wohle des Weltklimas. Starten wir jetzt, 2020, das „Jahr der Umsetzung“.

Dazu wünsche ich uns allen gutes Gelingen!

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