Auflage für AUA-Rettung auf Kosten des Wirtschaftsstandortes Südösterreich

Die Präsidenten der Wirtschaftskammer (WKO) Steiermark und der Industriellenvereinigung (IV) Steiermark, Josef Herk und Georg Knill, äußern sich grundsätzlich positiv zur Rettung der AUA.

Georg Knill, Präsident der IV-Steiermark

Die Fluglinie ist aus Sicht der beiden Präsidenten ein wesentliches Unternehmen mit bedeutender strategischer Rolle für den Standort Österreich. Hinzu kommen die Funktionen als wichtiger Auftraggeber und jene als bedeutender Arbeitgeber. Gleichzeitig sehen die Präsidenten von WKO Steiermark und IV Steiermark die mit ökologischen Argumenten begründete Einstellung der Flugverbindung zwischen Wien und Graz nach der Fertigstellung des Semmering-Tunnels im Jahr 2027 kritisch. „Das Wegfallen der Verbindung in die Bundeshauptstadt schwächt den Wirtschaftsstandort Steiermark und letztlich die gesamte Region Südösterreich“, betont Herk. 

Die Steiermark ist Heimat einer Vielzahl internationaler Leitbetriebe, die ihre Kunden in aller Welt haben. Diese Kunden und Partner für gemeinsame Projekte und Geschäfte in die Steiermark zu bringen, ist ebenso essentiell wie rasch zu diesen Geschäftspartnern reisen zu können. „Ab dem Jahr 2027 wird dies wohl vermehrt über die Hubs in München und Frankfurt geschehen müssen. Dies widerspricht der geplanten Strategie, Wien als Langstrecken-Drehscheibe zu sichern und ist im Sinne der Ökologie bestenfalls unwirksam“, unterstreicht Knill. „Statt die Südbahn-Strecke für die Stärkung des gemeinsamen Wirtschaftsraums Südösterreich zu nutzen, ist die kommende Streichung der Wien-Verbindung als Schritt in die falsche Richtung in der internationalen Ausrichtung der Steiermark zu bewerten“, so Herk und Knill.“

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