Industriellenvereinigung begrüßt Forschungskooperation mit Kärnten - ein wichtiger Schritt zur Bündelung von Kräften

Pildner-Steinburg sieht in einem strategischen Forschungsraum Süd hohes Entwicklungspotential, Forschungsvolumen werden insgesamt erweitert, Mut zu unkonventionellen Lösungen immer wichtiger

Logo innoregio süd

„Wir freuen uns sehr, dass die steirische Forschungsgesellschaft Joanneum Research mit ihrem Eigentümervertreter LR Christopher Drexler die Gunst der Stunde genutzt hat, einen mutigen Schritt in eine gelebte, überregionale Forschungskooperation mit Kärnten zu gehen“, begrüßt der Präsident der IV-Steiermark und gleichzeitig Vorsitzender der „innoregio süd“, Jochen Pildner-Steinburg, diese Zusammenarbeit. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Bündelung von Kräften und macht jene Überlegungen konkret, die strategisch bereits jahrelang diskutiert wurden.

Die steirische Industrie hat vor mehr als 10 Jahren die steirische Forschungsplattform „innoregio styria“ initiiert, die sich inzwischen als wesentlicher Ansprechpartner und Strategietreiber in Sachen Forschung, Entwicklung und Innovation etabliert hat. Bereits 2008 wurde diese Plattform zur „innoregio süd“ erweitert, da sich rasch gezeigt hat, wie verflochten die Bundesländer Kärnten und Steiermark in Sachen Forschung und Entwicklung sind. Viele Unternehmen wie etwa Infineon operieren grenzüberschreitend, technische Forschung und universitäre Ausbildung fragen Kärntner Betriebe vorwiegend in der Steiermark nach und national sowie international ist es dringend notwendig, Ressourcen zu bündeln und gemeinsame strategi-sche Zukunftsplanung zu betreiben. Dies wird umso dringlicher, als die beiden Bundesländer durch die Koralmbahn in wenigen Jahren infrastrukturell auf Tagespendelweite zusammenwachsen.

Neben den allgemeinen Impulsen sieht Pildner-Steinburg zwei Punkte der Kooperation als besonders wichtig an: Erstens, dass es eine gesellschaftsrechtliche Verschränkung mit einer erweiterten Basisfinanzierung von 1,3 Mio. EUR pro Jahr gibt, da damit die Ernsthaftigkeit des Vorhabens klar demonstriert und das Forschungsvolumen der JR insgesamt erweitert wird. Zweitens, dass man sich mit dem Thema „Robotics“ bereits auf ein gemeinsames Projekt einigen konnte, das für die Weiterentwicklung des Produktionsraums Süd von großer Bedeutung ist, insbesondere in Hinblick auf das Megathema Smart Production/Industrie 4.0. In diesem Zusammenhang warnte Pildner-Steinburg davor, die F&E Kompetenz des Partners Kärnten zu unterschätzen. „Die Kärntner Wirtschaftsförderung hat sich über Jahre als stabiler und kompetenter Partner erwiesen und im industriellen Umfeld Kärntens wird auf internationalem Niveau gearbeitet“, so der IV-Steiermark Präsident.

Der Abschluss dieser länderübergreifenden Kooperation zeigt, dass die steirische Reformpartnerschaft insgesamt den Mut zu Zusammenarbeit und unkonventionellen Lösungen gesteigert hat und den Keim für eine neue politische Kultur weit über die Steiermark hinaus in sich trägt.

IV-IconInformationen zum Beitrag


IV-IconVerwandte Themen


Forschung, Technologie und Innovation

Mikroelektronik – BMVIT, Steiermark und Kärnten starten Forschungscluster

Überregionale Zusammenarbeit der Industriepartner – Infrastrukturministerium und Länder investieren über 2,25 Millionen E...

Forschung, Technologie und Innovation

Steirische Industrie beschert F&E-Quote Rekordhoch

Die steirische Industrie trägt mit 75 Prozent der F&E-Ausgaben neuerlich eindrucksvoll zum Forschungs- und Entwicklun...

Infrastruktur, Transport, Ressourcen, Energie

Hoch-Technologieland ist gerüstet für das Rennen um internationale Märkte!

Die attraktive Kultur für Forschung, Entwicklung und Innovation ist die steirische Antwort auf den globalen Wettbewerb. Z...

IV-IconPOSITIONEN

Das Magazin der Industrie.
Hier lesen Sie die aktuelle Ausgabe.

Neueste Ausgabe lesen

IV-IconPOSITIONEN

Das Magazin der Industrie.
Hier lesen Sie die aktuelle Ausgabe.

Neueste Ausgabe lesen
iv-positionen Bild