Jeder 6. Österreichische Leitbetrieb steirisch

Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI): Die Steiermark ist Heimat von 46 internationalen Leitbetrieben – unser Bundesland ist damit nach Oberösterreich zweitgrößter Leitbetriebestandort Österreichs.
Leitbetriebe sind wichtige Partner der KMU und sichern über Indirekteffekte das zwei-bis dreifache der eigenen Wertschöpfung und Arbeitsplätze.

Wertschöpfungsgenerator „Leitbetrieb“
Internationale Leitbetriebe müssen für die entsprechende Klassifizierung u.a. eine direkte, indirekte und induzierte Wertschöpfungskraft von mindestens 10 Mio. Euro erzielen, einen Marktanteil von mindestens 1 Prozent des globalen Weltmarktes und 10 Prozent des heimischen Branchen-Produktionswertes haben sowie ein überdurchschnittlichen Internationalisierungsgrad aufweisen.

46 steirische Industrieunternehmen entsprechen diesen Kriterien und werden daher als internationale Leitbetriebe geführt. Die Studie des IWI zeigt, dass die steirischen Leitbetriebe von essentieller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung für die Steiermark und Österreich sind. Sie lösen österreichweit einen Produktionswert in der Höhe von 24,14 Mrd. Euro aus und generieren so 3 Prozent der gesamten österreichischen Wertschöpfung. In der Steiermark ist jeder 7. Euro der regionalen Wertschöpfung mit diesen 46 Betrieben verknüpft.

Steiermark ist Leitbetriebs- und Industrieland
Die Dichte der Leitbetriebe ist in der Steiermark nach Oberösterreich am größten und bestätigt die Position der Steiermark als Industrieland. „Die internationalen Leitbetriebe sind die wesentliche Säule unserer Wirtschaft - kleine und mittlere Unternehmen profitieren von ihnen als Auftraggeber und Kooperationspartner enorm.“, so Georg Knill, Präsident der IV-Steiermark. „Um diese Schlüsselbetriebe im Land halten zu können – und damit die zahlreichen positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekte zu sichern – muss unsere Standortqualität laufend verbessert werden.“ mahnt der IV-Steiermark Präsident.

Leitbetriebe sehen Standort kritisch
Der Befund der internationalen Leitbetriebe Österreichs (in Summe 265 Betriebe) zur Standortqualität fällt mit einem „guten Befriedigend“ wenig erfreulich aus. Bei unveränderter Standortpolitik ist bereits in 5 bis 10 Jahren mit einem Abfallen auf ein „Genügend“ zu rechnen, so die Studienautoren. „Das wäre eine fatale Entwicklung“, konstatiert Knill. Schließlich hängen an den steirischen Leitbetrieben österreichweit knapp 100.000 Beschäftigungsverhältnisse, davon über 56.000 in der Steiermark.

Markenzeichen Innovation
Rund 4 Prozent ihres Umsatzes investieren die Leitbetriebe in Forschung und Entwicklung und tragen damit fast 1/3 der gesamten steirischen F&E Ausgaben. Aber auch ihre Sozialbeiträge (1,21 Mrd. Euro), durch sie generierte Fiskaleffekte (1,22 Mrd. Euro) sowie ausgelöste Investitionen in der Höhe von 1,78 Mrd. Euro machen diese Betriebe unverzichtbar für eine gute Zukunft der Steiermark.

Informationsoffensive
Wir möchten die wichtige Rolle dieser Betriebe und der steirischen Industrie in Summe wieder stärker ins Bewusstsein rücken. Daher werden wir in den kommenden Wochen die breite Öffentlichkeit verstärkt auf diese Betriebe aufmerksam machen und die dort tätigen Menschen in ihrer Rolle als „Zukunftsmacher“ in den Vordergrund rücken, kündigt Georg Knill eine Informationsoffensive an.

Branchenverteilung
Die internationalen Leitbetriebe der Steiermark verteilen sich mehrheitlich auf die Bereiche Automobil, den Maschinenbau, die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, optische und elektronisch Erzeugnisse, die Herstellung von Papier und Pappe sowie die Metallerzeugung und –bearbeitung.

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