Tax Freedom Day!

Bis zum 21. August wieder nur für den Staat gearbeitet!

Die beiden Vorsitzenden Burkhard Neuper (re) und Christian Grabner (li)

Junge Wirtschaft und Junge Industrie fordern anlässlich des bevorstehenden Tax Freedom Days am 21. August – erst ab diesem Tag hat ein durchschnittlicher österreichischer Steuerzahler genug Geld verdient, um die jährlichen Steuern und Abgaben zu bezahlen – mehr Generationengerechtigkeit. Ihr Ziel: der Tax Freedom Day soll bis zum Jahr 2020 wieder in der ersten Jahreshälfte stattfinden, der Halbe-Halbe-Gedanke muss sich durchsetzen, sprich „Belastungen müssen durch Strukturreformen gesenkt werden“, so die beiden Vorsitzenden Burkhard Neuper und Christian Grabner.

Bis übermorgen, den 21. August, werden Herr und Frau Österreicher in diesem Jahr ausschließlich für den Staat gearbeitet haben. Das geht aus einer aktuellen Studie des Austrian Economics Center in Kooperation mit dem Karl-Bräuer-Institut hervor, die einmal jährlich den sogenannten „Tax Freedom Day“ berechnen. Dabei werden sämtliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben durch das Einkommen der Haushalte und Betriebe geteilt und dieser Prozentsatz dann auf das Jahr umgerechnet. Ergebnis: Trotz Steuerreform gibt es beim Tax Freedom Day keine Verbesserung. Wie schon im Jahr zuvor fällt dieser heuer, dank der kalten Progression, auf den 21. August. Erst ab diesem Tag hat ein durchschnittlicher Steuerzahler genug verdient, um die vielen Abgaben und Steuern bezahlen zu können, die Jahr für Jahr fällig werden. Österreich belegt mittlerweile den zweithöchsten Platz im europaweiten Vergleich der Lohn- und Lohnnebenkosten.

Die Junge Wirtschaft und Junge Industrie sehen die Belastungen für die nächste Generation am Zenit und verlangen eine Trendwende. „Diese Entwicklungen sind ein Hemmschuh für die Wirtschaft in Österreich. Wir fordern Generationengerechtigkeit und ein Bekenntnis der Politik dagegen mit Strukturreformen vorzugehen“, so die beiden Vorsitzenden Burkhard Neuper (Junge Wirtschaft) und Christian Grabner (Junge Industrie). Denn diese enorme Dynamik der Abgaben bilde für die Zukunft keine stabile ökonomische Basis. Beide Jungunternehmerorganisationen fordern daher die Belastungen in den nächsten vier Jahren auf ein halbes Jahr zu reduzieren. Das konkrete Ziel heißt somit: Tax Freedom Day am 30. Juni 2020. „Halbe-halbe ist genug“, so das Duo.
Wesentlicher Handlungsbedarf sind die Bürokratie, die Altersversorgung und das Thema Gesundheit und Soziales. Das Hauptproblem ist die gewaltige Verwaltung, die sich Österreich leistet. Dies schlägt sich mit Bürokratie direkt auf die Unternehmer nieder. Bei Unternehmen mit bis fünf Beschäftigte gehen 15 Prozent des Umsatzes für Verwaltungsaufwand verloren, eine enorme Belastung für Kleinstunternehmer. In Österreich besteht einnahmenseitig kein Problem, sondern ausgabenseitig. Deshalb ein klares Nein zu neuen Belastungen wie Vermögenssteuern oder Megamaut. Weiters ist die Einführung eines befristeten Investitionsfreibetrages zur Schaffung von Arbeitskräfte- und Investitionsimpulsen für den Standort entscheidend und die Körperschaftssteuer sollte zumindest auf den EU-Schnitt reduziert, wenn nicht gar halbiert werden. Vorschläge wo eingespart werden kann, liegen auf dem Tisch, jetzt heißt es die Hausaufgaben zu machen!

Statement Christian Grabner, JI-Vorsitzender:
„Die Belastung der Einkommen sollte reduziert werden – die dazu durchgeführte Steuerreform scheint aber die Trendumkehr nicht eingeleitet zu haben. Und so begehen wir in diesem Jahr erneut den Tax Freedom Day am 21. August. Weit mehr als 50 Prozent unserer Einkommen sind also auch 2016 wieder in Form von Steuern- und Abgaben zweckgebunden. Eine traurige Bilanz!“.

Statement Burkhard Neuper, JW-Vorsitzender
„Der Staat kommt mit dem Geld nicht aus, reagiert aber nicht. Ein Unternehmer in dieser Lage würde die Strukturen schnell überdenken.

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