Mehrwert der EU betonen

Die Steiermark profitiert wesentlich davon, ein Teil der Europäischen Union zu sein. Die Kommunikation über den Nutzen der EU-Mitgliedschaft muss aktiv gestärkt werden. Industriestrategie 2030 soll Wertschöpfung und Wohlstand in Europa absichern.

IV-Steiermark Präsident Georg Knill appelliert anlässlich der heute stattfindenden Feierlichkeiten in Schladming, den hohen Stellenwert Europas für Österreich aktiv zu kommunizieren: „Wir alle sind gefordert, den gesellschaftlichen Mehrwert der europäischen Union zu betonen. Und wir sind gefordert, Entwicklungen, die der europäischen Idee entgegenwirken, entschieden zu bekämpfen – ganz egal ob in anderen Ländern Europas oder vor der eigenen Haustüre. Nationale, kurzsichtige Interessen sind hintanzustellen.“

Die Steiermark profitierte auf unterschiedlichsten Ebenen vom Beitritt Österreichs zur Europäischen Union. Einer Berechnung des Joanneum Research zufolge, sind in der Steiermark seit 1995 rund 60.000 neue Arbeitsplätze entstanden, die der EU-Mitgliedschaft zuzurechnen sind. Die Exportquote konnte im selben Zeitraum um neun Prozentpunkte gesteigert werden – der europäische Binnenmarkt ist für Österreich und die Steiermark mit einem jährlichen Volumen von 99,03 Milliarden Euro der wichtigste Absatzmarkt. Ein wesentlicher Faktor für die steirische Wirtschaft und Landwirtschaft ist auch das Fördervolumen, das zwischen 2007 und 2015 bei € 2.690,- pro Kopf beziehungsweise 3,25 Milliarden Euro (inkl. nationaler öffentlicher Kofinanzierung) lag. Der Anteil an reinen EU-Mitteln betrug dabei rund 2,8 Milliarden Euro.

Seitens Industriellenvereinigung wird erwartet, dass Österreichs Ratsvorsitz unter anderem das konstruktive Vorantreiben des Mehrjährigen Finanzrahmens 2021-27 und den Ausbau, der für Forschung und Entwicklung gewidmeten Mittel in den Fokus nimmt. Darüber hinaus bietet der Vorsitz die Chance, eine umfassende Industriestrategie 2030 zu initiieren. „Wollen wir weiterhin ein Europa mit hoher Lebensqualität und sozialer Stabilität, ist das Schaffen von wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen für eine innovative Industrie unerlässlich. Österreich hat die Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen Wertschöpfung und Wohlstand in Erinnerung zu rufen und die Grundlagen für entsprechende Maßnahmen auf europäischer Ebene einzuleiten“, so Knill.

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