Industriekonjunktur sorgt für gute Jobperspektiven

Positiver Konjunkturausblick und neuerlich steigende Nachfrage nach Personal für die kommenden Monate prognostiziert. Konjunktur macht Investitionen in Phase der sich beschleunigenden Digitalisierung möglich. Dies ist langfristig von enormer Bedeutung für den Standort.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Steiermark (IV), in die Rückmeldungen aus 56 Betrieben mit rund 45.500 Beschäftigten einflossen, zeichnet ein durchwegs positives Bild.

Der Geschäftsklimaindex – ein Mittel aus aktueller Geschäftslage und dem Ausblick in die nächsten sechs Monate - konnte nach zuletzt 51,5 neuerlich auf nunmehr 53,5 zulegen.  Die Steiermark als Industriebundesland liegt damit bei diesem Index erneut deutlich über dem Österreichschnitt von 43,4.

Die aktuelle Geschäftslage wird von einer klaren Mehrheit der Industriebetriebe als gut bezeichnet – dies gilt auch für die Beurteilung der derzeitigen Auftragsbestände. Die entsprechenden Indizes legen von zuletzt 73 auf 75 (Geschäftslage) bzw. 67 auf 73 (Auftragsbestände) zu.

Diese gute konjunkturelle Situation wird nach Einschätzung der Betriebe auch weit in das Jahr 2018 hineinreichen. Sowohl die Auslastung der bestehen Kapazitäten, wie auch die Personalplanung der Industrie sind ungebrochen im Steigen. Für das erste Quartal 2018 melden 38 Prozent der Unternehmen zunehmenden Personalbedarf, während nur 4 Prozent ihren derzeitigen Personalstand reduzieren müssen. Fast die Hälfte der Unternehmen wird ihre Produktionstätigkeit zwischen Jänner und März 2018 im Vergleich zum letzten Quartal 2017 nochmals ausweiten.  Auch der Trend bis zum Sommer ist als positiv zu bewerten. Der Index der erwarteten Geschäftslage in sechs Monaten steigt von 30 auf 32.

Aufgrund der einsetzenden Entspannung der Preis- und Ertragssituation scheint auch eine weiterhin positive Entwicklung bei den Investitionen möglich. „2017 war ein Jahr der soliden konjunkturellen Entwicklung, in dem die steirische Industrie Investitionen auf Rekordniveau getätigt hat. Die vorliegenden Prognosen stimmen zuversichtlich, dass dieser Trend auch 2018 anhält.“, fasst Gernot Pagger, Geschäftsführer der IV-Steiermark zusammen und ergänzt: „Dies ist umso wichtiger, als der aktuell durch die Digitalisierung beschleunigte technologische Wandel nur von Unternehmen mitgestaltet werden kann, deren Ertragslage eine Investitionstätigkeit ermöglicht. Dies ist langfristig von enormer Bedeutung für den Standort.

Konjunktur als Chance für die Jugend
Um die gute Auftragslage abarbeiten zu können, benötigt die Industrie insbesondere zusätzliche, insbesondere technisch versierte Mitarbeiter – und das auf allen Qualifikationsleveln. Die Suche nach Lehrlingen für die Aufnahme im Herbst ist in der Industrie bereits voll angelaufen. Auch hier bewegen sich die Planzahlen auf Rekordniveau.

Es ist die Mischung aus einer qualifizierter Ausbildung der Menschen, der hohen Investitionsbereitschaft der Betriebe und einer überdurchschnittlichen Industriekonjunktur, die einen grundlegenden Optimismus in der Steiermark rechtfertigt.“, so Pagger.

 

Die IV-Konjunkturumfrage: Zur Befragungsmethode
An der jüngsten Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Steiermark beteiligten sich 56 Unternehmen mit rund 45.500 Beschäftigten. Bei der Konjunkturumfrage der IV kommt folgende Methode zur Anwendung: den Unternehmen werden drei Antwortmöglichkeiten vorgelegt: positiv, neutral und negativ. Errechnet werden die (beschäftigungsgewichteten) Prozentanteile dieser Antwortkategorien, sodann wird der konjunktursensible „Saldo“ aus den Prozentanteilen positiver und negativer Antworten unter Vernachlässigung der neutralen gebildet.

 

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