IV-Steiermark begeht 70er mit Blick in die Zukunft

IV-Steiermark Präsident Georg Knill betont, dass die vergangenen 70 Jahre eine gute Basis für den Wohlstand in der Steiermark geschaffen haben. Jetzt ist es an der Zeit neu durchzustarten, denn: „Perspektiven haben keine Geduld und warten nicht auf Zauderer“. Seine Vision für die Steiermark: „Technologie- und Innovationsschmiede Nummer 1“. Klare Ablehnung kommt von Knill für jüngst diskutierte Konzepte, die nicht im Sinne der Steiermark und Europas sind.

„Die Erfolgsgeschichte der steirischen Industrie und der Steiermark der letzten sieben Jahrzehnte würde die Gründer der IV-Steiermark stolz machen, ist sich Georg Knill bei seiner Rede an die Vollversammlung der IV-Steiermark sicher.
Denn, so Knill anlässlich des 70-jährigen Bestehens der IV-Steiermark, diese Unternehmensvertreter konnten nicht im Entferntesten erahnen, welch enorme Dynamik die Steiermark in sieben Jahrzehnten erfahren würde. Und sie konnten auch nicht im Entferntesten erahnen, welch wichtigen Beitrag die Industrie und letztlich die von ihnen gegründete Vereinigung zu dieser Dynamik leisten würde. Während die Bevölkerungszahl seit den späten 40er-Jahren in der Steiermark um rund 12 Prozent gestiegen ist, hat die Zahl der unselbständig Beschäftigten von rund 300.000 um über 60 Prozent auf über 500.000 zugelegt. Gleichzeitig hat sich die Brutto-Wertschöpfung in der Steiermark mehr als verzwanzigfacht.

Von der Zeitreise zur Vision für die Steiermark
Rückblickend auf die Anfänge der IV-Steiermark appelliert Knill an die über 700 Gäste des Sommerempfangs, die er mit auf eine von Folke Tegetthoff gestaltete Zeitreise nahm: Wir haben den Menschen aus der Steiermark auf unserer Reise in die Zukunft, Mut zu machen. Zu verhindern, dass sie die Fahrt abbrechen wollen weil sie meinen, dass nach den nächsten Kurven mehr Nach- als Vorteile auf sie warten. Wo wir doch wissen, wie enorm wichtig es ist, am Weg – so kurvenreich er auch sein möge – niemanden und schon gar nicht den Glauben an die ständige Optimierung unseres Lebens zu verlieren. Wir müssen Mut machen, indem wir ihnen erzählen, wie unfassbar gut es uns allen geht. Dass es geradezu einer Lästerung gleichkommt, nur ständig zu jammern. Wir haben die Steirerinnen und Steirer auf das hinzuweisen, was links und rechts des Weges an uns so selbstverständlich vorüberzieht: Sozialer Wohlstand und Frieden, der höchste Beschäftigungsstand aller Zeiten, ein geeintes Europa, Bildungsmöglichkeiten von denen unsere Großeltern nur träumen durften und die wohl höchste Lebensqualität aller Generationen. Nur mit dem festen Glauben an die Errungenschaften der Gegenwart und einem damit verbundenen Optimismus können neue Ziele in Angriff genommen werden.
Mit dem Glauben an diese Errungenschaften ist auch der Glaube an ihre Finanzierbarkeit verbunden. Wir müssen daran arbeiten, all das, was unser Land und die Qualität in ihm zu leben ausmacht, auf finanziell gesunde Beine zu stellen. Wir müssen darauf achten, unseren Passagieren auf der Reise in die Zukunft reinen Wein einzuschenken. Wir können ihr das Vertrauen durch eine in vielen Bereichen neu zu schaffende Effizienz der Systeme zurückgewinnen.

Wir müssen auf der Reise in die Zukunft mutig Täler überwinden, so wie es bei der Gemeindestrukturreform gelang. An den Tankstellen dürfen wir uns nicht mit dem Befüllen eigennützigen Partei- oder Klientel-Treibstoffs aufhalten, der den Fahrplan in die Zukunft durcheinanderbringt – Perspektiven haben keine Geduld, sie warten nicht auf Zauderer. Stattdessen müssen an diesen notwendigen Stopps Überschüsse getankt und Schulden zurück gelassen werden. Jetzt müssen wir den Motor servicieren, Ballast abwerfen, die Drehzahl erhöhen und den Standort-Turbo starten.

Unsere Wegweiser tragen Namen wie „Investitionswerte Steiermark“, „Digitalisierung als Chance“ oder „Beste Bildung für unsere Jugend“.

Wir müssen in unser Navigationssystem ein klares Ziel eingeben – ohne eine definierte Adresse werden wir uns verfahren und in Sackgassen landen. Die beste, kürzeste, schnellste Route dorthin nehmen, ohne Umwege. Die Adresse ist klar: Technologie und Innovationsschmiede Nummer 1.

Richard von Weizäcker hat einmal gesagt: Wohlstand ist etwas Gutes, aber man muss ihm gewachsen sein. Und leider stellt sich hierzulande zusehends die Frage, ob wir unserem Wohlstand noch gewachsen sind. Immer neue Ideen für mehr Umverteilung, neue Steuern, neue Abgaben und neue bürokratische Hürden lassen diesbezüglich starken Zweifel aufkommen. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, die Einführung einer Maschinensteuer – noch dazu in einer Zeit, in der bedingt durch technologischen Wandel durch Investitionen nachhaltige Weichenstellungen geschehen – erwerbs- und bedingungsloses Grundeinkommen oder auch Bestrafungen für Länder, die im Export zu erfolgreich sind, sind Konzepte, die im Sinne der Zukunft unseres Landes und Europas abzulehnen sind.

Gerade deshalb ist mehr denn je gefragt, fokussiert zu bleiben. Fokussiert auf eine Vision für die Steiermark. Die breit getragene Vision, unser Land zu einer Gewinnerregion des aktuellen technologischen Wandels werden zu lassen. Eine Gewinnerregion im Herzen eines starken, offenen und friedlichen Europas.

14 Zukünfte zum runden Jubiläum – eine Aktion der IV-Steiermark
Die IV-Steiermark feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen und will zu diesem Anlass ein sichtbares Zeichen für die Zukunft setzen. Nach dem Motto: „WIR FEIERN NICHT DIE VERGANGENHEIT – WIR SCHREIBEN DIE GESCHICHTE(n) DER ZUKUNFT.“ unterstützt sie junge Menschen in der Steiermark, ihre Talente und Begabungen bestmöglich umzusetzen. Die Talente reichen dabei von technischen über künstlerische und musikalische Begabungen bis hin zu wirtschaftlichem Know-how. Unterstützt werden die 14 jungen Menschen von Mitgliedern des IV-Steiermark Vorstands.

Die IV-Steiermark
Die IV-Steiermark wurde 1947 mit dem Ziel das Interesse und das Verständnis für industrielle Fragen zu pflegen und zu fördern, gegründet. Kurt Konrad Tanzer, Direktor der Steweag war der erste Vorsitzende der damaligen Vereinigung Österreichischer Industrieller, Landesgruppe Steiermark. Mit Georg Knill, Miteigentümer der Knill Gruppe und Aufsichtsratsvorsitzender der Rosendahl Nextrom GmbH trat im Juli 2016 der neunte IV-Steiermark Präsident sein Amt an.
Die Aufgabe der IV-Steiermark ist es, die Interessen der heimischen Industrie zu vertreten und damit zugleich Initiator als auch Partner einer zukunftsweisende gesellschafts- und wirtschaftspolitische Strategien und Entscheidungen zu sein.
Die IV-Steiermark ist heute eine freiwillige – politisch unabhängige – Plattform von Industrieunternehmen und ihrem Umfeld. Sie ist ihren Mitgliedern verpflichtet und vertritt 80 Prozent der steirischen Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern.

Die Präsidenten der IV-Steiermark 1947-2017
2016-2020: Georg Knill, Knill Gruppe
2004-2016: Jochen Pildner-Steinburg, GAW Pildner-Steinburg GmbH Nfg & Co KG
2000-2004: Michael Mayer-Rieckh, Leder & Schuh AG
1991-2000: Werner Tessmar-Pfohl, Sattler AG
1986-1991: Gottfried Pengg-Auheim; Johann Pengg
1969-1986: Carl Anton Goess-Saurau, Franz Mayr-Melnhof &Co.
1965-1969: Hans Mayer-Rieckh, Leder & Schuh AG
1950-1965: Hans Pengg-Auheim, Johann Pengg
1947-1950: Kurt Konrad Tanzer, Steweag

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