Innovationen made in Styria – innoregio präsentiert Forschungsland Steiermark in Alpbach

innoregio Styria präsentiert die gelebte Forschungskooperation in Alpbach und zeigt unter anderem intelligente Straßenlaternen, die Zukunft des autonomen Fahrens, eine Augmented Reality App sowie Neuigkeiten aus der Materialforschung und der organischen Elektronik.

innoregio styria präsentiert bei den Technologiegesprächen in Alpbach steirische Innovationen.

Das steirische Innovationsnetzwerk innoregio styria vereint forschende Unternehmen, universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitutionen sowie weitere regionale Akteure aus Forschung und Entwicklung (F&E). Als Koordinatorin des steirischen Forschungsauftritts bei den Technologiegesprächen in Alpbach, widmet sich die innoregio styria in diesem Jahr dem Thema „Innovative Electronics“. „innoregio styria ist eine Plattform, die die innovativen Kräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft in der Steiermark bündelt. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt nicht nur die gerade präsentierte F&E-Quote, die in der Steiermark auf ein Rekordhoch gestiegen ist. Auch die jüngst wissenschaftlich belegte Tatsache, dass kein anderes Bundesland F&E so direkt in Wertschöpfung und Beschäftigung übersetzt, ist Beleg für unsere einzigartige Innovationskultur.“, betont der stellvertretende Vorsitzende der innoregio styria und IV-Steiermark Präsident Georg Knill.

Studien belegen Erfolg des Forschungslandes Steiermark
Die soeben veröffentlichte F&E-Quote für die Steiermark liegt bei 5,16 Prozent (2,23 Milliarden Euro Gesamtausgaben). Damit liegt die Steiermark sowohl in Österreich als auch im europäischen Regionen-Vergleich an der Spitze. Aus einer zusätzlichen Perspektive lässt sich dieses erfreuliche Ergebnis mithilfe einer aktuellen Innovationsperformance-Studie der IV-Steiermark und der WKO Steiermark analysieren. Mit 1,69 Milliarden Euro und damit 75 Prozent der Gesamtausgaben, leistet der Unternehmenssektor in der Steiermark den Löwenanteil der F&E-Ausgaben. „Die Strahlkraft der steirischen Innovationsleistung sichert österreichweit direkt mehr als 30.000 Arbeitsplätze und löst unmittelbar über 2,2 Milliarden Euro an zusätzlicher Wertschöpfung aus“, so Knill. Ein zweiter Indikator ist das gute Kooperationsklima der forschenden Akteure, das sich auch bei der Bewerbung um das Mikroelektronik-Headquarter Silicon Austria Labs bewährt hat.

Den Themenschwerpunkt 2017 beim diesjährigen Steiermarkauftritt in Alpbach bildet „Innovative Electronic“, der in Kooperation zwischen der innoregio styria, der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG und dem 2016 gegründeten Silicon Alps Cluster präsentiert wird. Die Steiermark gilt österreichweit als Pionier der Cluster-Strategie und beweist mit dem Fokus auf das Thema „Electronic Based Systems“ einmal mehr ihre thematische Vorreiterrolle. In den steirischen Clustern arbeiten das Wirtschaftsressort, Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen. „Die Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist in der Steiermark herausragend und ein wesentlicher Grund dafür, dass wir das Forschungsland Nummer eins sind“, betont Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Gelebte Kooperation in Alpbach
Bereits zum sechsten Mal koordiniert die innoregio styria die Präsentation steirischer Innovations-Highlights bei den Technologiegesprächen in Alpbach. Präsentiert werden folgende Projekte:

ALP.Lab – Zukunft des Autonomen Fahrens
Die ALP.Lab GmbH (Austrian Light Vehicle Proving Region for Automated Driving) stellt für Zwecke des automatisierten Fahrens Testumgebungen, Testszenarien und Dienstleistungen in einmaliger Vielfalt zur Verfügung. ALP.Lab bietet neben öffentlichen Straßen, gewidmeten Teststrecken und der Datenaufzeichnung auch eine vollständige Simulationsumgebung und ist damit ein einzigartiges Testlabor für die Zukunft des Fahrens. Alp.Lab ist ein Zusammenschluss von Automobilzuliefer-Unternehmen (AVL, Magna) und wissenschaftlichen Partnern (Joanneum Research, TU Graz, Virtual Vehicle). Für die österreichische Automobilindustrie ist Alp.Lab von immenser Bedeutung und wird vom BMVIT gefördert.

CodeFlügel – Augmented Reality App
Die CodeFlügel GmbH visualisiert Objekte mit neuesten Technologien. Bei der innoregio-Ausstellung werden zum Beispiel jene Produkte, die physisch nicht ausgestellt werden können, weil sie zu groß, zu schwer oder zu komplex sind, mittels App vorgestellt. Dies ermöglicht zusätzlich eine interaktive Auseinandersetzung mit den Themen vor Ort. Darüber hinaus werden die Beiträge aller Teilnehmer miteinander verknüpft und von Erklärungen in Form von Videos begleitet.

Infineon – Technik für innovative Straßenlaternen
Infineon adressiert die globalen Megatrends Mobilität, Energieeffizienz und Sicherheit. Genau diese finden sich in der intelligenten Straßenlaterne wieder, die gemeinsam mit dem Start-Up eluminocity GmbH entwickelt wurde. Als Rückgrat für die Stadt der Zukunft fördert sie die Elektromobilität, hilft Energie sparen und leistet einen Beitrag zur sicheren Vernetzung. Gemeinsam mit ihren Partnern bietet Infineon daher eine abgesicherte Plattform, die mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet werden kann, die Daten verarbeitet und ein Netzwerk herstellt. Infineon steuert seine jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Sensoren, Power-Chips und Sicherheitslösungen bei.

Joanneum Research – Organische Elektronik
MATERIALS, das Institut für Oberflächentechnologien und Photonik, stellt zwei Objekte aus dem Forschungsbereich organische Elektronik aus. Zu sehen ist eine Polycarbonat-Folie mit integrierten organischen Analog- und Digitalschaltungen. Die technologische Basis für die flexiblen Schaltungen wurde in den letzten Jahren bei JOANNEUM RESEARCH entwickelt. Das zweite Exponat stellt eine folienbasierte Proximity-Skin zur Rundum-Detektion menschlicher Bewegungen für eine spätere Anwendung im Bereich kollaborative Robotik dar. Wie schon in den Jahren davor richtet die JOANNEUM RESEARCH einen Arbeitskreis im Rahmen der Technologiegespräche aus, den heuer die jüngste Forschungseinheit LIFE – Zentrum für Klima, Energie und Gesellschaft zum Themenkreis Klimawandel und Nachhaltigkeit bespielt.

PCCL – Kunststoff trifft Elektronik
Kein elektronisches Gerät (bspw. Smart-Phone, Tablet) ist ohne den intelligenten Einsatz von Kunststoffen denkbar. Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) - Österreichs führendes Zentrum für F&E im Bereich Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften – unterstützt die einschlägige Industrie bei den Herausforderungen wie Miniaturisierung, Flexibilisierung oder Effizienzsteigerung durch die Entwicklung neuartiger Materialen (Smart Materials), fortschrittlicher Charakterisierungsmethoden sowie dem Einsatz komplexer Simulationstools.

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