IV-Steiermark-News

2021: Kräftiges Plus für den steirischen Export

Bisheriger Rekordwert des Jahres 2019 nahezu wieder erreicht.

Die steirischen Exporte stiegen im Jahr 2021 um plus 15,3 Prozent auf 25,8 Milliarden Euro. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 2019 (26,0 Milliarden) bereits fast wieder erreicht.

 „Die Steiermark konnte im vergangenen Jahr das größte Wirtschaftswachstum seit den 1970er Jahren verzeichnen und der Export war wesentlicher Motor dieser erfolgreichen Entwicklung. Dabei konnten wir innerhalb nur eines Jahres das Niveau, das wir vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatten, wieder erreichen. Angesichts des Ukraine-Kriegs und seiner Auswirkungen gilt es, die heimische Exportwirtschaft weiterhin gezielt zu unterstützen“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, welche die im vergangenen Jahr gestartete Initiative „Restart Export“ weiter forcieren wird. Betriebe sollen dabei unterstützt werden, ihre Lieferketten robuster zu gestalten und die internationale Marktbearbeitung mittels digitaler Instrumente zu verstärken.

„Unsere steirische Industrie hat mit ihrem sehr erfolgreichen Exportkurs ihre Bedeutung als Rückgrat des steirischen Wohlstands einmal mehr gezeigt. Die aktuellen Exportzahlen belegen diesen Umstand eindrucksvoll“, so Stefan Stolitzka, Präsident der IV-Steiermark. Die kommenden Monate werden allerdings eine besondere Herausforderung sein: „Wir können unsere Exportstärke zukünftig nur ausspielen, wenn wir wettbewerbsfähig sind, und dazu ist die leistbare Verfügbarkeit von Energie absolut entscheidend.“

WKO Steiermark Präsident Josef Herk: „Steirische Produkte sind auf der ganzen Welt gefragt, davon zeugt die aktuelle Exportbilanz. Das starke Wachstum von über 15 Prozent spiegelt sich auch in den Ergebnissen unseres aktuellen Wirtschaftsbarometers wider: Fast jeder zweite Betrieb hat uns hier im Außenhandel fürs vergangene Jahr Steigerungen zurückgemeldet. Daten, die einmal mehr deutlich zeigen, dass die steirische Wirtschaft kerngesund ist, sich aber inmitten eines toxischen Umfelds befindet, geprägt von den Folgen der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs. Als Wirtschaftskammer unterstützen wir unsere Exportbetriebe darum mit umfassenden Serviceangeboten, damit dieser grenzenlosen Erfolgsgeschichte auch in Zukunft noch viele weitere steirische Erfolgskapiteln hinzugefügt werden.“  

Manfred Kainz, Obmann Landesgremium Außenhandel: „Freier Handel sichert Wohlstand, vor allem in der Steiermark. Wollen wir diesen auch für die Zukunft absichern, dann müssen wir den nationalen Abschottungstendenzen klare Grenzen setzen. Freier Waren- und Dienstleistungsverkehr sind schließlich die Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs, jeder zweite steirische Arbeitsplatz ist davon – ob direkt oder indirekt – abhängig. Aus diesem Grund unterstützen wir als WKO unsere Außenhandelsbetriebe auch mit zahlreichen Services, etwa mit 110 Außenhandelsstellen auf aller Welt, denn die Herausforderungen sind angesichts der noch immer nicht überwundenen Pandemie und des Ukrainekriegs groß.“

Vorkrisenniveau nahezu erreicht
Die Steiermark konnte beim Außenhandel im Jahr 2021 deutliche Zugewinne verzeichnen. Die Warenexporte stiegen um +15,3 Prozent auf 25,8 Milliarden Euro. Damit liegt der Wert nur knapp unter dem Rekord aus dem Jahr 2019 (26 Milliarden). Im Bundesländervergleich lag die Steiermark damit auf dem zweiten Platz hinter Oberösterreich und vor Niederösterreich.

 Deutschland bleibt wichtigster Exportmarkt
Deutschland, die USA und Italien sind weiterhin die Top 3-Märkte der steirischen Wirtschaft. Die Exporte nach Deutschland stiegen um 14,7 Prozent auf 7,07 Milliarden Euro, in die Vereinigten Staaten um 36,5 Prozent auf 2,41 Milliarden Euro und nach Italien um 31,8 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro. In der Exportbilanz werden aber auch die Auswirkungen des BREXIT deutlich. Gegenüber dem Jahr 2020 wurden um 8,3 Prozent weniger Waren in das Vereinigte Königreich exportiert. Im Ranking der wichtigsten Exportmärkte rutschte Großbritannien von Platz vier auf fünf, neu auf Platz vier ist China (plus 27 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro).

Im Hinblick auf die Produkte sind „Fahrzeuge bzw. Fahrzeugteile“ weiterhin unangefochten die wichtigste Warengruppe der Steiermark. Mit 6,93 Milliarden Euro stellten sie im Jahr 2021 insgesamt 26,9 Prozent aller Warenexporte. Dahinter folgten „Maschinen“ (3,06 Milliarden Euro) sowie „Eisen und Stahl“ (1,54 Milliarden Euro).